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Die Taufe

In der Taufe wird der Täufling, unabhängig vom Alter, als Mitglied in die kirchliche Gemeinschaft und in die Gemeinde aufgenommen und unter den Schutz Gottes gestellt. In der Regel findet die Taufe im Kindesalter statt, aber auch Erwachsene werden getauft. Bei der Kindertaufe kommt den Eltern und Taufpaten eine besondere Bedeutung zu, denn sie sollen dem Kind sowohl den christlichen Glauben als auch christliche Werte vermitteln.

Das Sakrament der Taufe spendet ein Priester oder Diakon. Vor der Taufe bekennt der „Täufling“ seinen Glauben an den Dreieinigen Gott (Vater, Sohn, Heiliger Geist). Bei kleinen Kindern tun dies stellvertretend Eltern und Paten, nachdem sie für das Kind die Taufe erbeten und die Aufgabe übernommen haben, es im katholischen Glauben zu erziehen.
Die Taufe ist Zeichen einer neuen Schöpfung. Menschen sind Kinder dieser Erde und werden in der Taufe zu Kindern des Himmels. Früher wurden die Erwachsenen ins Wasser eingetaucht. Sie wurden symbolisch eingetaucht in die Liebe Gottes, die sich uns im Leben, Sterben und Auferstehen Jesu Christi geschenkt hat. Heute wird das Haupt des Kleinkindes mit etwas Wasser beträufelt und der Taufspender spricht die Worte: „Ich taufe Dich im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes“.
Danach salbt er den Täufling mit Chrisam (kostbares Salböl, das vom Bischof in der Karwoche extra geweiht wird).Chrisam (griech. chrisma „Salböl“, christos „der Gesalbte“) gilt als Sinnbild für Gesundheit, Freude, Kraft und Glück. So erhält der Täufling eine unauslöschliche Würde: Er wird gesalbt wie Könige, Priester und Propheten gesalbt wurden.
Die Taufkerze, die an der Osterkerze entzündet und an die Eltern übergeben wird, vergegenwärtigt den auferstandenen Christus und ist sichtbares Zeichen der Verheißung Jesu an seine Jünger: „Ihr seid das Licht der Welt“ (Mt 5,14).
Die Taufe zeigt uns, dass ein Mensch nicht nur ein irdisches, sondern auch ein göttliches Leben hat. Der Tod hat keine Macht über ihn. Die Taufe gehört daher neben der Erstkommunion und Firmung zu den sog. Initiations- (Einführungs-) Sakramenten.

"Ich bin berufen, etwas zu tun oder zu sein, wofür kein anderer berufen ist. Ich habe einen Platz in Gottes Plan, auf Gottes Erde, den kein anderer hat. Ob ich reich bin oder arm, verachtet oder geehrt bei den Menschen, Gott kennt mich und ruft mich bei meinem Namen."  (John Henry Newman, 1801-1890)

          

Was müssen Sie tun, wenn Sie Ihr Kind taufen lassen möchten?

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Ablauf

  • Wenn Sie Ihr Kind zur Taufe anmelden wollen, kommen Sie in eines unserer Pfarrbüros [https://www.hes-marl.de/pfarrbueros] vorbei. Dort können Sie einen Termin für die Taufe ausmachen und sich zur Taufkatechese anmelden.

  • Für die Anmeldung zur Taufe benötigen wir das * Familienstammbuch mit der Geburtsurkunde des Kindes sowie * Namen und Anschriften der Paten (höchstens 2,  sie müssen das * 16. Lebensjahr vollendet haben, * katholisch sein und das * Firmsakrament empfangen haben)Falls Sie einen * evangelischen Begleiter/in für Ihr Kind möchten kann dieser lediglich * Taufzeuge, nicht jedoch Pate sein. Die Paten benötigen eine * Patenbescheinigung, die sie in dem Pfarrbüro ihres Wohnsitzes bekommen.

  • Die Vorbereitung der Eltern auf die Taufe ihres Kindes besteht aus einem Abend, der Taufkatechese, und einem Gespräch mit dem Priester oder Diakon, der Ihr Kind taufen wird.
    - Der Abend „Taufkatechese“ findet monatlich in einem unserer Gemeindehäuser statt - wann und wo erfahren Sie bei der Anmeldung.
    - Das Taufgespräch mit dem Seelsorger findet dann kurz vor der Tauffeier statt. Sie lernen den Taufseelsorger kennen und er Sie. Dort können Sie die Tauffeier Ihres Kindes besprechen.

        

Regelmäßige Tauftermine in den Gemeinden:

St. Bartholomäus - am 1. Sonntag im Monat: Taufe um 11.00 Uhr

St. Bonifatius - am 3. Sonntag im Monat: Taufe um 10.30 Uhr

St. Georg - am 2. und 4. Sonntag im Monat: Taufe um 12.15 Uhr

St. Heinrich - am 2. Sonntag im Monat um 14.30 Uhr

St. Josef - am 1. und 3. Sonntag im Monat um 12.00 Uhr

St. Michael - am 4. Samstag im Monat um 15.30 Uhr

St. Pius - nach Absprache im Sonntagsgottesdienst um 10.30 Uhr

      

Erwachsenentaufe
Wenn Sie sich als Erwachsener darüber nachdenken sich taufen zu lassen, nehmen Sie gerne Kontakt zu einem Seelsorger/Seelsorgerin auf. Gemeinsam werden Sie dann eine Art der Vorbereitung auf den Empfang der Taufe vereinbaren.