Taufe 1

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Die Taufe

 

In der Taufe wird der Täufling, unabhängig vom Alter, als Mitglied in die kirchliche Gemeinschaft und in die Gemeinde aufgenommen und unter den Schutz Gottes gestellt. In der Regel findet die Taufe im Kindesalter statt, aber auch Erwachsene werden getauft.

Bei der Kindertaufe kommt den Eltern und Taufpaten eine besondere Bedeutung zu, denn sie sollen dem Kind sowohl den christlichen Glauben als auch christliche Werte vermitteln.

 

Was müssen Sie tun, wenn Sie Ihr Kind taufen lassen möchten?

Als erstes melden Sie sich in dem für Sie zuständigen Pfarrbüro an. Dazu nehmen Sie bitte das Familienstammbuch mit der Geburtsurkunde des Kindes mit. Außerdem benötigen Sie noch die Namen und die Adressen der Taufpaten. Auch eine Bescheinigung über deren Mitgliedschaft in der katholischen Kirche wird nötig, falls diese nicht in Ihrer Gemeinde leben.

Die Paten (höchstens 2) müssen das 16. Lebensjahr vollendet haben, katholisch sein und das Firmsakrament empfangen haben. Falls Sie einen evangelischen Begleiter/in für Ihr Kind möchten kann dieser lediglich Taufzeuge, nicht jedoch Pate sein.

Das Sakrament der Taufe spendet ein Priester oder Diakon.

Vor der Taufe bekennt der „Täufling“ seinen Glauben an den Dreieinigen Gott (Vater, Sohn, Heiliger Geist). Bei kleinen Kindern tun dies stellvertretend Eltern und Paten, nachdem sie für das Kind die Taufe erbeten und die Aufgabe übernommen haben, es im katholischen Glauben zu erziehen.

Die Taufe ist Zeichen einer neuen Schöpfung. Menschen sind Kinder dieser Erde und werden in der Taufe zu Kindern des Himmels. Früher wurden die Erwachsenen ins Wasser eingetaucht. Sie wurden symbolisch eingetaucht in die Liebe Gottes, die sich uns im Leben, Sterben und Auferstehen Jesu Christi geschenkt hat. Heute wird das Haupt des Kleinkindes mit etwas Wasser beträufelt und der Taufspender spricht die Worte: „Ich taufe Dich im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes“.

Danach salbt er den Täufling mit Chrisam (kostbares Salböl, das vom Bischof in der Karwoche extra geweiht wird).

Chrisam (griech. chrisma „Salböl“, christos „der Gesalbte“) gilt als Sinnbild für Gesundheit, Freude, Kraft und Glück. So erhält der Täufling eine unauslöschliche Würde: Er wird gesalbt wie Könige, Priester und Propheten gesalbt wurden.

Die Taufkerze, die an der Osterkerze entzündet und an die Eltern übergeben wird, vergegenwärtigt den auferstandenen Christus und ist sichtbares Zeichen der Verheißung Jesu an seine Jünger: „Ihr seid das Licht der Welt“ (Mt 5,14).

Die Taufe zeigt uns, dass ein Mensch nicht nur ein irdisches, sondern auch ein göttliches Leben hat. Der Tod hat keine Macht über ihn. Die Taufe gehört daher neben der Erstkommunion und Firmung zu den sog. Initiations- (Einführungs-) Sakramenten.

"Ich bin berufen, etwas zu tun oder zu sein, wofür kein anderer berufen ist. Ich habe einen Platz in Gottes Plan, auf Gottes Erde, den kein anderer hat. Ob ich reich bin oder arm, verachtet oder geehrt bei den Menschen, Gott kennt mich und ruft mich bei meinem Namen."

(John Henry Newman, 1801-1890)