Die Priesterweihe

 

Menschen fühlen sich von Gott gerufen, einen besonderen Dienst in/an der Kirche zu tun. Wer in ihr ein Amt ausführen will, hat einen besonderen Auftrag. Er handelt im Auftrag Jesu Christi.

Weihe 1

Die in der katholischen Kirche werden diese Menschen zu Diakonen, Priestern und Bischöfen geweiht. Mit der Weihe werden besondere Vollmachten verliehen.

 

 

Das Weihesakrament kennt drei Stufen:

- Diakon (griech. diakonos „Diener“),

- Priester (griech. presbýteros „ehrwürdig, Gemeindeältester“)

- Bischof (kirchenlat. episcopus „Aufseher, geistlicher Leiter“).

 

Wer geweiht wird, empfängt eine Gabe des Heiligen Geistes, die ihm Vollmacht gibt und durch den Bischof verliehen wird. Der verkündet: „Stelle dein Leben unter das Geheimnis des Kreuzes.“

 

Priester sein bedeutet nicht nur eine Funktion. Durch die Weihe bekommt ein Priester eine bestimmte Kraft und eine Sendung für seine Geschwister im Glauben. Er verkündet das Wort Gottes, feiert die Heilige Eucharistie und spendet die Sakramente, nicht aus eigener Kraft, sondern aus der Jesu Christi.

 

In der Nachfolge der Apostel ist das Weihesakrament in der Katholischen Kirche nur Männern vorbehalten. Bei allen drei Weihestufen wird das Sakrament durch bischöfliche Handauflegung und Chrisam - Salbung vollzogen. Bei einer Bischofsweihe müssen mindestens drei Bischöfe anwesend sein. Auch der Papst ist ein Bischof, Bischof von Rom.

 

"Für euch bin ich Bischof, mit euch bin ich Christ. Jenes bezeichnet das Amt, dieses die Gnade, jenes die Gefahr, dieses das Heil." (Augustinus, 354-430)

 

Mehr auf der Homepage des Bischöflichen Priesterseminars Borromaeum:

priesterseminar-muenster.de